Hintermann: "Blamage" und sein Idol Federer

Hintermann: "Blamage" und sein Idol Federer
Die bitteren Worte "Blamage" hallten in Hintermanns Gedanken wider, ein Echo, das sich hartnäckig an einem Tag festbiss, der anders hätte verlaufen sollen. Jede Fehlentscheidung, jeder verpatzte Aufschlag, jede vergebene Chance – all das summierte sich zu einem Desaster, das schwer im Magen lag. In solchen Momenten des tiefsten Falls suchte Hintermann unwillkürlich nach einem Anker, einem Ideal, das er so oft bewundert hatte. Und immer wieder fand er sich bei Roger Federer wieder. Der Maestro, der die Perfektion in Person verkörperte, dessen Eleganz und makellose Leistung auf dem Platz stets eine Inspirationsquelle waren. Wie Federer mit Rückschlägen umging, wie er Niederlagen mit Würde trug und doch immer wieder triumphierte, schien in diesem Augenblick unerreichbar weit entfernt. Die Diskrepanz zwischen der eigenen, schmerzlichen Erfahrung und dem strahlenden Vorbild war frappierend, fast schon grausam. Doch vielleicht war gerade diese Distanz der Motor, der Hintermann antreiben würde, aus der Asche dieses Fiaskos aufzustehen und sich dem Ideal wieder anzunähern.