Florentina Holzingers Pfingstspiel in Wien: Wehtun muss es schon

Florentina Holzingers Pfingstspiel in Wien: Wehtun muss es schon
Florentina Holzinger, die Meisterin des Extremen und Grenzgängerin der Performancekunst, bringt ihr neues Pfingstspiel nach Wien – und der Titel "Wehtun muss es schon" ist Programm. Wer eine konventionelle Inszenierung erwartet, kennt die Arbeitsweise der österreichischen Choreografin und Regisseurin schlecht. Holzingers Stücke sind bekannt für ihre radikale Körperlichkeit, ihren unerschrockenen Blick auf Tabus und ihre Bereitschaft, Publikum wie Performer gleichermaßen herauszufordern. Es geht um Konfrontation, um das Aufbrechen von Erwartungen und um eine Kunst, die nicht nur gefällig sein will, sondern provoziert, irritiert und zum Nachdenken zwingt. Die Erwartung, dass das Erlebte Schmerzgrenzen berührt – sei es physisch auf der Bühne oder emotional beim Zusehen – ist kein bloßes Versprechen, sondern die Quintessenz ihres künstlerischen Schaffens. Wien darf sich auf ein Spektakel einstellen, das die Grenzen des Theatralen neu definiert und gewiss niemanden kalt lässt. Holzinger inszeniert keine Flucht aus der Realität, sondern eine intensive Auseinandersetzung mit ihr, die Spuren hinterlassen wird.