Pharma fordert EU-Gesundheitsminister: Kommunalabwasserrichtlinie revidieren

Pharma fordert EU-Gesundheitsminister: Kommunalabwasserrichtlinie revidieren
Die Pharmaindustrie appelliert eindringlich an die EU-Gesundheitsminister, die Kommunalabwasserrichtlinie (UWWTD) zu überarbeiten. Hintergrund ist die zunehmende Besorgnis über pharmazeutische Rückstände in Gewässern, die Ökosysteme belasten und potenzielle Risiken für die menschliche Gesundheit darstellen. Obwohl die Industrie Anstrengungen zur Reduzierung von Emissionen unternimmt, betont sie, dass ein Großteil der Arzneimittelrückstände über das Abwasser in die Umwelt gelangt, nachdem sie vom Menschen ausgeschieden wurden. Eine Revision der Richtlinie solle daher darauf abzielen, modernste Reinigungstechnologien, wie die vierte Reinigungsstufe zur Eliminierung von Mikroverunreinigungen, EU-weit verpflichtend einzuführen. Dies würde die Effizienz der Kläranlagen deutlich steigern und die Belastung der Umwelt durch Medikamentenrückstände signifikant reduzieren. Die Branche sieht hier eine gemeinsame Verantwortung und fordert die Mitgliedstaaten auf, in die notwendige Infrastruktur zu investieren, um die Wasserqualität in Europa nachhaltig zu sichern und zukünftigen Herausforderungen im Wassermanagement zu begegnen. Sie unterstreicht, dass nur eine umfassende Strategie, die sowohl die Produktion als auch die Abwasserbehandlung einschließt, zu einer wirksamen Lösung führen kann.